Ferienorte am Balaton
Balatonboglár (Südufer)
Balatonboglar wurde im dreizehnten Jahrhundert unterhalb einer Wallburg gegründet und besaß bereits damals eine Fährstelle, die Nord- und Südufer miteinander verband. Hier wurde seit der Römerzeit schon immer Wein angebaut. Im zweiten Weltkrieg besaß Balatonboglar, damals in Europa einzigartig, ein Lyzeum für philosophische und theologische Studien sowie eine polnische Universität. Seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurde der Ort mehr und mehr für den Tourismus erschlossen.
Heute ist Balatonboglar touristisch gut ausgebaut. Neben gepflegten Wiesenstränden findet man auch den größten Sandstrand am Südufer. Das flache Seeufer und Wassertemperaturen von ca. 25 °C im Sommer sind vor allem für Familien mit Kleinkindern vorteilhaft. In der Hauptsaison herrscht in Balatonboglar ein buntes Treiben. Man findet Tennisplätze und Beachvolleyballfelder, Minigolfplatz, Tretbootverleih und viele Imbissbuden an den Stränden. Im Hafen von Balatonboglar herrscht reger Schiffsverkehr. Vom Frühjahr bis zum Herbst kann man hier die Fähren nutzen, um andere Orte am Seeufer zu besuchen.
Balatonlelle (Südufer)
Der Ort kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schon in der Römerzeit führten hier wichtige Handels- und Kriegswege durch die Berge. Im Jahre 1856 kauften die Familien Szalay und Jankovich und prägten deren Entwicklung. Die meisten Ferienhäuser und Erholungsanlagen wurden im Jahre 1924 erbaut. In den Jahren 1931 und 1932 folgten die Schiffstation und der Hafen. Noch heute sind der Hafenbereich und die Mole touristische Anziehungsziehungspunkte. 1979 vereinigte sich Lelle mit Balatonboglar zu Boglarlelle. 1991 trennten sich die Orte wieder und sind seither selbständige Städte.
Bekannt wurde der Ort nicht nur durch den Tourismus. An den Südhängen von Balatonlelle befinden sich zahlreiche Weinberge. Sie sind die Grundlage für den weltweit bekannten Qualitätswein der Stadt.
Der schönste Teil des Ortes ist Szent Istvany ter - Platz mit seinem mediteranen Flair, dem großen Brunnen in der Mitte und der hier beginnenden Promenande mit zahlreichen Bars, Restaurants, Diskotheken und Geschäften.
Fonyód (Südufer)
In Fonyód kann man das Flair eines kleinen Bergortes genießen, ohne dabei auf den direkten Zugang zum See mit seinen Stränden verzichten zu müssen. Die bewaldete Berglandschaft der Umgebung eignet sich gut für Fahrradausflüge und Wanderungen.
Der ruhige Ferienort hat rund 5000 Einwohner und ist schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, als eine Eisenbahnlinie nach Fonyód gebaut wurde, ein beliebtes Reiseziel. Fonyód blickt dabei auf eine lange Geschichte zurück, gegründet wurde die Ortschaft bereits vor über 900 Jahren.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört eine mittelalterliche Festung, die in der Zeit der Türkenkriege berühmt wurde. Dem damaligen Hauptmann der Grenzburg, Bálint Magyar, ist heute eine Gedenksäule im Innenhof der Anlage gewidmet.
Balatonfüred (Nordseite)
Der Badeort Balatonfüred liegt am Nordufer des ungarischen Plattensees. Sie ist von einer malerischen grünen Hügellandschaft umgeben, die Besucher zu Wanderungen und Fahrradtouren einlädt. Die Stadt wurde bereits zur Römerzeit als Siedlung gegründet und im 18. Jahrhundert wurde der Ort wegen seiner Mineralquelle zum Kurort erklärt. Schnell entwickelte sich der Ort zum beliebten Reiseziel von Adligen und Industriellen, die sich im Stadtkern zahlreiche Villen und Prachtstraßen erbauen ließen. Auch Politiker und Monarchen verbrachten ihren Urlaub in der Stadt, an ihren Aufenthalt erinnern die unzähligen Denkmäler in den Straßen der Kleinstadt.
Die Bauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert wurden über die Jahre erhalten und gepflegt, sie verleihen Balatonfüred heute seinen einzigartigen historischen Charme. Zu den bekanntesten Bauwerken in der Stadt gehört das Horváth- Haus, in ihm findet schon seit dem Jahr 1825 jedes Jahr der berühmte Anna- Ball statt.
Keszthely (Nordseite)
Wegen der guten geografischen Lage errichteten die Römer hier die Festung Valcum, deren Ruinen man heute noch betrachten kann. Bereits 1421 fand Keszthely erstmals als Marktort Erwähnung. Im 19. Jahrhundert, durch den Anschluss an das Bahnnetz langsam an interessierte Besucher gewöhnt, ist der Tourismus heutzutage der größte Wirtschaftszweig.
Keszthely hat seit dieser Zeit eine Entwicklung als Kur- und Ferienort durchgemacht und kann heute zu Recht als ein moderner Badeort bezeichnet werden. Zugleich bietet sie allerhand Sehenswürdigkeiten und eine Ansammlung von Kulturzeugnissen die ihresgleichen suchen.
So wartet im Südteil der Stadt das Balaton – Museum auf einen Besuch. Hier findet sich eine Materialsammlung zur Geschichte des Balatonraumes. Wer lieber Schlösser des 18. Jahrhunderts kennenlernen will, wird im Norden der Stadt fündig. Inmitten eines traumhaften Parks gelegen, lockt die größte Sehenswürdigkeit der Stadt, Schloss Festetics mit einem beeindruckenden Eingangstor und einem Barockturm in sein Inneres. Hier kann man das Schlossmuseum besuchen und in den über 100 Schlossgemächern Gegenstände vergangener Jahrhunderte bestaunen. Regelmäßig finden hier viele kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Theateraufführungen statt.
